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Die Auslese - Nur die Besten überleben
Joelle Charbonneau
Notes from Ghost Town - Kate Ellison If you fall in love with a character 2 pages after you meet him and then he is murdered and ripped away from you you get a fraction of the pain the poor protagonist is suffering from in this novel. Her best friend is murdered shortly after they shared their first kiss. Above all the heroine's mother is the one who is facing a trial for murdering him, she is schiznophrenic and doesn't deny having killed him.

The worst fear of Olivia is to have inherited the schizophrenia from her mother and although she is trying to fight it there are signs. She lost her ability to see colours, dropped out of art school because of it. And worst of all and yet best of all she keeps seeing Stern, her best friend and love, allegedly murdered by her own mother. She is torn between desperately wanting to see him and trying to hold on to reality. Soon she finds herself hunting for proof that her mother is innocent, Stern at her side.

The story is gripping, the protagonist's experiences aren't really that trustworthy, she seems on the edge of losing it, her encounters with a dead friend aren't making her seem more sane and yet there is some hope. Most of the time I had absolutely no idea where this story was heading. It was the first book of the author I read so I had no idea whether to actually expect ghosts or if a mental desease was more likely... And on top of that I desperately wanted Stern to be back.

The end/ solution comes a bit suddenly and a bit too easily for my taste, especially after the rest of the book seemed well layered and very unique to me.

I already ordered my next read of the author, I liked her style, the atmosphere and the characters. Most of all I loved the suspense, the total lack of knowing where things were heading.

This is a great read with just some minor flaws.

(A free digital copy of this book was given to me via NetGalley.)
Haunting Violet - Alyxandra Harvey 1872: Violet's mother earns her money by pretending to be a spiritualist, talking to the deceased relatives of the bored or desperate ones, who have enough money. It is all fake though, Violet and their orphaned Irish servant Colin are helping to set up the tricks. Then, out of a sudden, Violet does see ghosts for real, one of them, Rowena died a year ago and is trying to lead Violet to her murderer who seems to be among the guests of their host, Lord Jasper. All the while Violet is torn between two men, the reasonable choice: rich and charming and good looking or the choice of her heart: Colin, the boy she grew up with, who put spiders into her bed in their youth and whose kisses are making her knees weak, but from an even lower social step than herself.
I really loved the atmosphere of spiritualists, pretended seances and real ghosts at the end of the 19th century. The love story is quite foreseeable, but sweet nontheless. The language seemed a bit too modern in parts for me and some bits of the story are a bit too easy/ fast paced for my liking, but overall this was a great read. Love, humour and suspense in front of a historical background.
To me one of the highlights so far this year!
Practice Cake (Life in Saltwater City, #1) - Dalya Moon Laut Klappentext dreht sich die Geschichte um eine Realityshow, die in einer Bäckerei gefilmt wird... die Storyline beginnt aber erst in der Hälfte des Buches und wirkt mehr wie Dekoration, als ein zentrales Thema.
Im wesentlichen dreht sich die Story um Maddie, die gerade die High-School hinter sich gelassen hat und nun in einer Bäckerei jobbt, um sich ihr Traumauto zu kaufen – und um Maddies Männergeschichten. Da ist Parker, anfangs ihr fester Freund, aber jede Zeile über ihn schreit schon danach, dass er ein arroganter Snob ist und sie sich im Laufe des Buches von ihm trennen wird.
Dann ist da ihr Mitarbeiter Drew, der sie mit seiner heiss-kalten Art verwirrt und um es nicht zu sehr zu einer Dreiecksgeschichte ausarten zu lassen, werden völlig zusammenhanglos vorübergehend noch ein dritter und schließlich ein vierter Kerl in die Geschichte geworfen.
Man liest Szenen und Dialoge von denen man das Gefühl hat, dass sie völlig unwichtig sind, alles wirkt seltsam zusammen gestückelt. Die Charaktere inklusive der Protagonistin sind allesamt farblos und eindimensional. Die Geschichte scheint mir eher ein Mosaik aus Momenten aus Maddies Leben zu sein, als einem Handlungs- oder Spannungsbogen zu folgen.
Die Atmosphäre des Cafés, in dem Maddie arbeitet ist allerdings ganz charmant beschrieben und es gibt immer mal wieder witzige Momente, aber viele der Witze wirken konstruiert und sind eher als „bemüht“, als als „komisch“ zu bezeichnen. Hin und wieder gibt es aber dann auch wirklich komische Gedankengänge von Maddie.
Das Cover gefällt mir sehr gut, der Inhalt leider fast gar nicht.
Hate List - Jennifer Brown Kein einfaches Buch und auch keine einfache Rezension... Val erholt sich von den Folgen einer Schussverletzung, die ihr bei einem Amoklauf in ihrer Schule beigebracht wurde, doch der Täter war nicht irgend jemand, sondern Nick, ihr fester Freund und die Opfer standen alle auf ihrer gemeinsamen „Hassliste“, eine Liste mit den Personen, die ihnen übel mitgespielt haben. In Rückblenden wird die Zeit vor dem Amoklauf und der schreckliche Tag selbst erzählt und der Leser bekommt einen Einblick in die Zeit vor dem Amoklauf, die Art, wie Nick behandelt wurde und wie er sich verändert hat.
Von ihrer Umwelt, auch nachdem die Polizei sie für unschuldig erklärt hat, als Anstifterin des Massakers abgestempelt, versucht Val nun, das letzte Jahr an der Schule hinter sich zu bringen. Freundschaften zerbrechen, neue Freundschaften entstehen und Val fühlt sich verloren.

Jennifer Brown hat meiner Meinung nach einen guten Weg gewählt, die Geschichte zu erzählen, indem sie mit zeitlichen Sprüngen arbeitete und den Fokus auf das „Danach“ legte, die oberflächliche Reaktion von Schule und Umwelt, die sich fragen, wie es so weit kommen konnte und ob man Außenseiter nicht respektvoller behandeln sollte, während im Grunde alles genau so weiter geht, wie zuvor.

Einziger Kritikpunkt ist die Art, wie der Leser zu sehr in die Position gedrängt wird, Mitleid mit Val zu haben, ihr wird das Leben durch Mitschüler, ehemalige Freunde und vor allem durch ihre Familie so schwer gemacht, dass man sie eigentlich nur als Opfer sieht.

Das Buch hat mich sehr bewegt, ist gut geschrieben und zeigt, dass auch der Amokschütze m Grunde ein Opfer ist.
Dschinnland (Die Sturmkönige, #1) - Kai Meyer Es fing so gut an... fliegende Teppiche fand ich eigentlich immer eher albern, kein märchenhaftes Element, das je meine Fantasie beflügelt hat. Doch Kai Meyer schafft es, mich mitfiebern zu lassen bei Teppichrennen durch verwinkelte Gassen, Reisen auf dem Teppich durch die Wüste und Liebesszenen auf dem Teppich hoch über den Sanddünen. Die Art wie sie gelenkt werden, ihr Flugverhalten und das Gefühl des Fliegens schienen mir völlig logisch und nachvollziehbar.
Leider hat mich die eigentliche Geschichte wenig berührt. Tarik, der immer noch unter dem Verlust seiner Geliebten vor vielen Jahren leidet und sich entweder in Tavernen herumtreibt oder bei Teppichrennen sein Leben riskiert, folgt dem kleinen Bruder, der von einer wunderschönen Dienerin des Emirs bezahlt und umzirzt wird durch die Wüste, das gefährliche Land der Dschinns.

Die Charaktere schienen anfangs vielversprechend, schafften es aber nicht, mit dauerhaft zu fesseln, ihr Schicksal war mir weitgehend egal. Die Dschinns wirkten auf mich eher belustigend als interessant oder gefährlich. Während der erste Teil der Geschichte vor allem durch die Szenen mit den fliegenden Teppichen spannend und exotisch wirkt, lässt mich die zweite Hälfte, in der es actionreicher zugeht, völlig kalt. Das Ende war dann allerdings wieder sehr spannend und hat (fast) Lust auf mehr gemacht, aber ich denke nicht, dass ich die Reihe weiter verfolgen werde. Die Szenen auf dem fliegenden Teppich und das Eigenleben der Teppiche werde ich aber so schnell nicht vergessen und diese waren es für mich schon wert, das Buch gelesen zu haben.
Passion Blue - Victoria Strauss Italien, spätes Mittelalter: Die junge Giulia wird nach dem Tod ihres Vaters zu ihrem Entsetzen von seiner Frau ins Kloster gesteckt. Sie plant zwar sofort ihre Flucht, muss aber schnell erkennen, dass das Leben im Kloster immerhin den einen Vorteil hat, dass sie die Chance hat, ihr Talent für die Malerei auszuleben. Ein Beruf, der Frauen in ihrer Zeit nicht offen steht. Aller Wahrscheinlichkeit zum Trotz lernt sie jedoch hinter den Klostermauern einen jungen Künstler kennen und verliebt sich, Giulia muss sich entscheiden zwischen der Chance auf eine eigene Familie oder der Möglichkeit, ihr Leben der Kunst zu widmen.

Die Geschichte lässt das Klosterleben und die Kunst lebendig werden. Die Zeichnungen, Gemälde und das künstlerische Handwerk werden liebevoll beschrieben, allerdings fand ich die Geschichte insgesamt sehr vorhersehbar. Die Charaktere waren recht flach und durchschaubar, der Handlungsbogen sehr schnell absehbar.

Das Buch ist ganz nett, wenn man mal einen kürzeren historischen Roman lesen möchte, ist aber insgesamt doch recht oberflächlich und frei von Überraschungen.
The Stolen Princess - Anne Gracie Ich war mal wieder in der Stimmung für eine historische, kitschige, sexy Romanze und meine Wahl fiel auf „The Stolen Princess“, da ich von der Autorin vor Jahren einige Bücher (The Merridew Sisters-Reihe) gelesen hatte und ich fand, dass sie sich durch einen gewissen ironischen Blick auf das Genre von den anderen Schnulzen abgehoben hatten.
Die Geschichte ist der Auftakt zur Devil Riders Reihe, im ersten Band geht es um Gabe, dem in einer sturmumtobten Nacht eine junge Frau mit ihrem kleinen Sohn „vor das Pferd läuft“. Es handelt sich um eine waschechte Prinzessin auf der Flucht vor dem „Big Bad“ des Romans (mit dem furchteinflössenden Namen Count Anton), der ihren Sohn töten will, um nach dem Tod ihres Mannes nun selbst die Regentschaft zu übernehmen.
Callie, Prinzessin auf der Flucht, fühlt sich zwar zu Gabe hingezogen, hat durch ihre wenig glückliche Ehe aber das Vertrauen in Männer verloren und ist entschlossen, ihre Freiheit niemals wieder durch eine Ehe aufzugeben und gibt sich abweisend. So kommt es zu herrlichen Momenten und Dialogen zwischen den Protagonisten, die richtig viel Spass machen. Leider zieht sich diese Phase zunächst sehr lange, um dann mit einem Mal komplett zu kippen.
Das Buch ist unterhaltsam, aber mir fehlte das gewisse Etwas der anderen Bücher, die ich von der Autorin kannte. Ich werde es aber wohl noch mit Band 2 der Reihe versuchen, den ich schon seit Jahren ungelesen zu Hause stehen habe.
Cloud Atlas - David Mitchell Bei der Bewertung dieses Buches bin ich gespalten. Einerseits fand ich es grandios geschrieben, andererseits waren einige Passagen einfach mühsam zu lesen. Mit etwas Abstand betrachtet, tragen aber gerade diese Passagen dazu bei, dass Cloud Atlas ein so vielseitiges Werk geworden ist.

Was mir besonders gefallen hat, war dass jede Geschichte ihren ganz eigenen Charakter hatte. Nicht nur, dass jede Geschichte ihr eigenes "Format" hatte (Briefzyklus, Interview etc.), jede Geschichte wurde zum Beispiel durch eigene Wortschöpfungen zu einer literarisch eigenen Welt. Die handelnden Personen zwischen den einzelnen Zeitebenen sind zum Teil konkret verbunden, zum Teil besteht eine eher mystische Verkettung.

Die Art, wie die Geschichten zunächst immer nur halb erzählt werden und sich in der 2. Buchhälfte "schließen" fand ich sehr spannend. Durch die formale Gestaltung (in der ersten Hälfte werden die Geschichten chronologisch geordnet halb erzählt, während in der zweiten Hälfte, die Geschichten abgeschlossen werden, und zwar in der umgekehrten Reihenfolge (Bogenform), ich hatte so das Gefühl, eine Reise durch Zeit und Raum gemacht zu haben und am Ende wieder am Ausgangspunkt der Geschichte angekommen zu sein, was mir sehr gefallen hat.

Die einzelnen Geschichten haben mich unterschiedlich stark angesprochen. Bei einigen habe ich sehr mitgefiebert, bei anderen eher weniger. Der Stil ist im Detail durchaus anstrengend, aber als Gesamtbild ergibt sich dann etwas Einzigartiges.

Beeindruckt war ich davon, wie David Mitchell durch Inhalte wie durch stilistische Mittel einen Bogen aus so unterschiedlichen Welten geschlagen hat.

Eine definitiv lohnenswerte Lektüre, allerdings teilweise recht anstrengend.
Imago - Isabel Abedi Die 12-jährige Wanja bewegt eine Frage: Wer ist ihr Vater? Ihre alleinerziehende Mutter blockt jede Nachfrage kategorisch ab. Doch plötzlich wird sie auf geheimnisvolle Weise zur Ausstellung „Vaterbilder“ eingeladen. Dort trifft sie auf andere Kids, die aus verschiedenen Gründen mit ihren Vätern hadern, alle wurden wie sie zur Ausstellung eingeladen. Doch es stellt sich heraus, dass es sich um sehr viel mehr als eine Ausstellung handelt, das „Vaterbild“, das sie sich aussucht, führt sie gemeinsam mit ihrem Mitschüler Mischa in die faszinierende Welt „Imago“, sie lernen die Mitglieder eines Zirkus' kennen und werden von Taro, dem Artisten, der auf ihrem „Vaterbild“ abgebildet war, für die große Abschlussvorstellung trainiert, an der sie teilnehmen sollen.

Die Geschichte hat mir gut gefallen, allerdings war ich etwas überrascht, dass die Protagonisten so jung waren. Auf eine Zielleserschaft wahrscheinlich ähnlichen Alters zugeschnitten sind einige Charaktere etwas eindimensional und vereinfacht dargestellt, aber die Idee und die Umsetzung waren wunderbar. Man fiebert mit bei Wanjas Suche nach der Geschichte um ihren Vater und damit ihrer eigenen Identität. Auch die angerissenen Geschichten der anderen Kids berühren.

Schön und schnell zu lesen, aber doch eher etwas für jüngere Leser.
Eve & Adam - Michael  Grant, Katherine Applegate Nach einem schweren Unfall bringt Eves Mutter sie zur Genesung in ihrer Forschungseinrichtung unter, um in ihrer Nähe zu sein und ihr die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen. Schon bald ist Eve gelangweilt und ihre Mutter gibt ihr die Aufgabe, ein neues Programm zu testen bei dem es darum geht, Genmanipulationen über ein Interface zu kontrollieren, das selbst eine Highschoolschülerin bedienen können soll. Eve macht sich daran, ihren Adam zu erschaffen.
In der Forschungseinrichtung trifft sie auf Solo, der seit dem Tod seiner Eltern, die dort als Wissenschaftler gearbeitet hatten, ihm sind die Projekte des Instituts nicht geheuer und er versucht nun an Informationen zu gelangen, um die fragwürdigen Machenschaften ans Licht zu bringen.
Die Geschichte ist wunderbar leicht und witzig erzählt, sie liest sich einfach angenehm. Die Handlung hätte hier und da etwas komplexer sein können. Das Cover und die gesamte Aufmachung des Buches halte ich für extrem gelungen.
A Clockwork Orange - Anthony Burgess Dieses Buch hat mich tief bewegt. Es spielt in einer Zukunft, in der kleine Banden die Strassen kontrollieren. Alex ist Kopf einer solchen Bande und dem Leser werden seine Taten in rascher Abfolge vor Augen geführt, die sich vom Zusammenschlagen wehrloser Opfer über Einbrüche, Vergewaltigung (auch von Kindern) bis zu Totschlag steigern. Alex landet im Gefängnis wo er vor die Wahl gestellt wird, entweder seine Haftstrafe bis zum Ende zu verbüssen oder an einem speziellen Programm teilzunehmen und nach 2 Wochen in die Freiheit entlassen zu werden.

Die Geschichte ist nicht einfach zu verdauen. Auch wenn die Szenen nicht immer sehr detailreich beschrieben sind, dreht sich dem Leser doch sehr oft der Magen um. Erst während der Taten von Alex und dann wegen dem, was ihm in Zuge seiner “Therapie” angetan wird.

Vor allem geht es um die moralische Frage, wie weit eine Regierung gehen darf, um eine kriminelle Person wieder gesellschaftstauglich zu machen. Wie viel Menschlichkeit ihm genommen werden darf und welche Methoden zum Einsatz kommen dürfen.

Burgess verwendet eine erfundene Jugendsprache, die sich zum Teil aus russischen Wortursprüngen ableitet. Er führt den Leser nicht langsam in diese Sprache ein sondern setzt ihm gleich auf den ersten Seiten einen Cocktail aus unbekannten Worten vor, die ihn in die Verwirrung stürzen. Man gewöhnt sich aber recht schnell an die sich wiederholenden Ausdrücke und insgesamt gibt diese sehr eigene Sprache dem Leser wirklich das Gefühl, sich in einer fremden Gesellschaft der Zukunft zu befinden.

Auch wenn ich nicht sagen könnte, dass mir “A Clockwork Orange” “Gefallen” hat, war es doch eine sehr interessante Leseerfahrung, die ich nicht missen möchte. Empfehlen möchte ich das Buch aber nur bedingt. Es ist schon eine heftige Erfahrung, sich mit dem Buch und dem Protagonisten auseinander zu setzen.
Prodigy - Marie Lu Obwohl ich Legend erst im Herbst letzten Jahres gelesen hatte, hatte ich zu Anfang Probleme, in die Fortsetzung hinein zu kommen, ich hatte den Eindruck, dass die kleinen Hilfen, die die Autorin eingebaut hatte, um dem Leser die Geschehnisse aus Teil 1 wieder vor Augen zu führen, immer ein kleines bisschen zu spät kamen.
Gut gefallen hat mir, dass die Handlung sich gleich zu Anfang schnell zuspitzt und man so sehr früh in die Geschichte hinein gezogen wird.
Insgesamt scheinen mir die Handlung und die Konflikte an vielen Stellen zu forciert und zu künstlich.

Das Buch hat mich ziemlich enttäuscht, die räumlcihe Trennung der beiden Helden und die jeweiligen “neuen Partner” habe ich als schrecklich forciert empfunden. Die Wandlung von Tess in so kurzer Zeit konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen.
Die Handlung ist nur hin und wieder ansatzweise mitreissend, im Grossen und Ganzen plätschert sie nur vor sich hin oder bewegt sich in Richtungen, die ich als zu simpel empfunden habe. Das Ende war dann in meinen Augen extrem enttäuschend, da “noch mal eben” ein dramatischer Handlungsstrang angerissen wird um einen Cliffhanger zu erzeigen.

Für mich der schwächste “2. Teil”, den ich seit langem gelesen habe.
Böser Wolf  - Nele Neuhaus Eine unbekannte schwer misshandelte Mädchenleiche wird aus dem Main geborgen, niemand scheint sie zu vermissen. Nach und nach tun sich bei den Ermittlungen immer tiefere Abgründe auf, Die Spuren führen in die besten Kreise der Frankfurter Society. Kindesmisshandlung, Kinderpornos, Gewaltvideos,,, vieles, was in dieser Geschichte geschildert wird, ist abstoßend und schwer verdaulich.
Dieser Krimi hat mir bisher am besten gefallen aus der Reihe um Bodenstein und Kirchhoff. Die Spannung steigert sich zunehmend, vor allem das letzte Viertel macht süchtig.
Das Thema Kindesmisshandlung/Kinderpornographie wird aus vielen Blickwinkeln betrachtet, Opfer, Täter, irrtümlich Verdächtigte, psychologische Spätfolgen. Manchmal wird es schon etwas viel, wieder ein neues Schicksal zu diesem erschreckenden Thema vorgesetzt zu bekommen. Trotz des reißerischen Themas werden die Gewaltszenen mit viel Distanz und Fingerspitzengefühl beschrieben, es geht vielmehr um den Horror danach.
Anders als oft empfohlen habe ich meine bisherigen Bücher dieser Reihe nicht in der richtigen chronologischen Reihenfolge gelesen, finde aber, dass es (für mich) keine größere Rolle spielt, es geht mir aber bei dieser Reihe auch mehr um die Fälle, als das Privatleben der Ermittler bzw. Intrigen in der Dienststelle.
Fazit: Sehr spannend, definitiv zu empfehlen!.
Renegade - Tiefenrausch (Renegade, #1) - J.A. Souders, Charlotte Lungstrass Evie lebt in einer Enklave unter Wasser. Sie wurde von der Herrscherin dieser Welt auserwählt, ihre Nachfolgerin zu werden und wird dementsprechend erzogen. Sie verbringt ihre Tage damit, ihren Garten zu bewirtschaften, die Unterwasserwelt zu bestaunen, die sich vor den riesigen Fenstern ihres Gartens und des Palastes abspielt und sich um Bittgesuche des Volkes zu kümmern. Ihr Leben scheint perfekt, doch schon bald wird überdeutlich, dass das Leben in der unter Wasser geschaffenen Welt seine Schattenseiten hat. Die Bewohner werden gezielt mit genetisch idealen Partnern verbunden und jeder körperliche Kontakt vor der offiziellen Verbindung ist streng verboten. So muss sie mit ansehen, wie ihr Verlobter vor ihren Augen erschossen wird, weil er ihre Hand zu lange festgehalten hat, nachdem er eine kleine Wunde versorgt hatte.
Eines Tages trifft sie auf Gavin, einen der Oberflächenbewohner, von denen sie nur schreckliche Dinge gehört hat, er ist durch Zufall in ihre Welt geraten und versucht nun, einen Ausweg zu finden. Durch ihn erkennt sie langsam die Tragweite der Manipulationen, Lügen und Brutalität, denen sie ihr Leben lang ausgesetzt worden war, die aber durch Sitzungen bei ihrem Arzt regelmäßig aus ihrem Gedächtnis gelöscht worden waren, bei der Gelegenheit wurden ihr auch Gedanken „eingeimpft“, die sie zu einer gehorsamen Marionette machen..
Das Buch hat mir gut gefallen. Die Atmosphäre des Unterwasserenklave wird sehr schön beschrieben, was mir fehlte, war ein Gefühl für das tatsächliche Leben der Bewohner zu bekommen. Als Leser bekommt man hier und da einen kleinen Einblick, aber insgesamt bleibt es doch recht oberflächlich.
Die sich wiederholenden Evie eingeimpften Sätze wirken oft extrem plump zumal sie ständig wiederholt werden.
Evie als Charakter hat mir leider nicht gut gefallen, ihr innerer Kampf zwischen Indoktrinierung und freiem Willen wirkt aufgesetzt und ich habe nie wirklich mitgefiebert. Gavin war schon interessanter, aber leider bekommt man seine Gedankenwelt nur von Außen mit.
Die Geschichte ist düster und an einigen Stellen schockierend, was einen wirkungsvollen Kontrast zur anfangs naiven (da bereinigten) Gedankenwelt von Evie darstellt. Die Spannung steigert sich zunehmend bis zum Ende des Buches. Bei der Liebesgeschichte fehlte es mir an Funken und Gefühl.
Evies Vater schien mir ein extrem spannender Charakter zu sein, leider wird er nur wenige Male erwähnt und man vergisst über lange Zeit, dass er überhaupt existiert.
Das Buch lies sich schnell lesen und war spannend erzählt, ich denke aber, man hätte mehr aus der an sich hochspannenden Idee machen können.
Obsidian - Jennifer L. Armentrout Nach dem Tod ihres Vaters zieht Kat aus Florida nach West Virginia, am liebsten würde sie sich zwar den ganzen Tag um ihren Buchblog kümmern, aber sie wird von ihrer Mutter genötigt, sich doch einmal bei den Nachbarn, die Kinder in ihrem Alter haben, vorzustellen. Dort öffnet ihr Daemon die Tür, der ist zwar eine Augenweide (auch vor dem geistigen Auge der geneigten Leserin), benimmt sich aber so unmöglich, dass die Heldin ihm zum Abschied den Mittelfinger zeigt und man ihr nur beipflichten kann. Wenig später trifft sie auf seine Schwester Dee, mit der Kat sich auf Anhieb blendend versteht. Die Beziehung zu Daemon bleibt aber von feurigen Streitereien geprägt, bei denen die Fetzen nur so fliegen. Dee leidet darunter, dass sich ihr Bruder und ihre neue beste Freundin nicht verstehen und nötigt ihn, Zeit mit Kat zu verbringen.
Nach und nach fallen Kat einige seltsame und geheimnisvolle Dinge in Bezug auf Damon und seine Schwester auf. Ihre Fragen diesbezüglich werden aber kategorisch abgeblockt.

Ach das war endlich mal wieder ein richtiges „Verschling-mich-Buch“, ich hatte zwar Gutes gehört, aber war trotzdem skeptisch geblieben, wie mir das Buch gefallen würde. Kleinere Schwächen wie das irgendwann doch etwas nervtötende Hin und Her zwischen Daemon und Kat vergibt man der Geschichte sofort, weil die Stimmung, die Chemie zwischen den Protagionisten und die Spannung einfach stimmen.

Das Ende war mir zu offen, aber es war ja auch erst der Auftakt einer mehrbändigen (Momentan sind 4 Folgebände geplant, außerdem gibt es einen Band zur Vorgeschichte.) Reihe.
Der Erzählstil wirkt modern, aber nicht aufgesetzt. Die Charaktere haben mir sehr gefallen, vor allem Kat, die Heldin, die zwar ein wenig schüchtern ist, aber Daemon standhaft die Stirn bietet.
Alles in allem ein richtig schönes Buch. Sehr zu empfehlen.
Grounds to Kill - Wendy Roberts Jen is a barrista in an independent coffee shop in Seattle and has a few problems: Her father has some mental issues and decided to live on the streets and won't say a word. Plus she fears to either become nuts as well or to be developing a brain tumor since her left hand keeps scribbling little messages to her. Usually they are silly little predictions, but no matter what it was, it always came true. Now they turn into more concrete warnings, like when Jen is being alarmed by her hand that her boyfriend is sleeping with her (hated) half-sister, which turns out to be true. When the half-sister turns up dead shortly after, Jen finds herself to be suspect number 1.

The crime story isn't bad but a bit foreseeable. The way the protagonist gets messages through her hand is an interesting twist and the way the messages appear was always a good motor to give the story a new kick. I really liked the characters, especially the heroine. The whole atmosphere and the setting of this novel is lovely, maybe a bit too lovely and cute for my taste. The tone is light and funny and makes a good and comfortable read.

I enjoy a bit of a love story in a crime novel, but here it felt like it would have been better to either skip it or invest more time to build some sparks and get the reader really wish for them to become a couple. The way it was done here felt a bit half-hearted to me.

There is a great humor throughout the story. Even though the story is a bit less surprising than I wished, it is still good and solid entertainment. I devoured the novel in one day and will surely look out for the sequels.

(I received a free copy of this book via NetGalley.)