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nadines

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Ich lese gerade

Die Auslese - Nur die Besten überleben
Joelle Charbonneau
Jacob - Jacquelyn Frank Das beste, was man über dieses Buch sagen kann ist, dass es konsequent auf sämtlichen Ebenen enttäuscht.

Charaktere:
Bella: Sie schwankt zwischen kindlicher Naivität (und hüpft gerne mal vor Aufregung von einem Fuss auf den anderen) und absoluter Genialität (wenn sie gerade erst dabei ist, die "Damönensprache" zu lernen, sich 3 Tage im Archiv vergräbt und dort die alten Schriften ind er gerade erst erlernten Sprache mit den vielen Bänen voller Damönengestze vergleicht und ihr dabei auffällt, dass es Übersetzungsdiskrepanzen gibt, die seit Hunderten von Jahren unentdeckt geblieben waren.

Jacob: Viel gibt es über ihn nicht zu sagen, er fällt praktischerweise immer dann in Ohnmacht, wenn die Autorin Bella einen heldenhaften Moment verschaffen will. Ach ja und er ist eifersüchtig, sehr eifersüchtig, auch wenn der vermeindliche Konkurrent seine schwer verletzte Freundin ganz offensichtlich nur heilen will. Dafür ist er toll im Bett. Immerhin.

Liebesszenen:
Nein, wegen der Liebesszenen braucht man sich die ansonsten langweilige Story auch nicht antun. Die Vergleiche waren oft recht seltsam ("He opened instantly for the aggressive sweep of her tongue, groaning low in his soul as she fluttered like a soft, sensual butterfly within his mouth."). Nein, ein Insekt im Mund ist für mich kein besonders ansprechender Vergleich. Die Szenen animieren allesamt eher zum Lachen, als dass sie in irgendwiner Form ansprechend wirken. Allzu oft wollte ich den Charakteren zurufen: "Jetzt hört endlich auf, Euch sinnlich gegen den Hals zu atmen, das interessiert seit 3 Seiten niemanden mehr und tut es endlich!"

Geschichte:
Die Idee klang so gut! Wie man aus einer so interessanten Idee ein derart langweiliges Buch machen kann, ist mir unbegreiflich. Die erste Hälfte ist jedoch noch deutlich langweiliger als die zweite Hälfte, in der so etwas wie "Action" aufkam.

Spannung:
--_quasi nicht vorhanden---

Stil:
Wenn man ein "sinnliches" Buch schreiben möchte, reicht es nicht, permanent das Wort "sensual" zu verwenden. Höhepunkt: ..."... a heady flavor that sang like sensual music through her senses". Die Wortwiederholungen nerven schon nach wenigen Seiten ganz gewaltig.

Anfang Januar und ich bin mir schon sicher, den literarischen Tiefpunkt des Jahres hinter mir zu haben. Danke, Ms. Frank!