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nadines

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Ich lese gerade

Die Auslese - Nur die Besten überleben
Joelle Charbonneau
Fallen Too Far (Too Far, #1) - Abbi Glines Die Zutaten
- Liebesgeschichte zwischen einem Bad Boy und einer unerfahrenen jungen Frau
- Sommer, Strandhaus
- heisse Szenen
- Drama

klingen doch sehr vielversprechend und hätten auch zu einem Ergebnis führen können, das mich begeistert.
AAABER,,,
Yummy Bad Boys. Ach, wie oft bin ich ihnen schon in Büchern verfallen, aber sie müssen schon mehr sein als uninspirierte Schablonen. Sie so zu gestalten, dass man sie trotz allem ins Herz schließt, erfordert schon ein wenig Fingerspitzengefühl, eine Eigenschaft, die der Autorin komplett fehlt. Es reicht einfach nicht, einen tollen Körper zu beschreiben und vermeintlich heiße Momente (In der Regel daraus bestehend, dass er sie gegen eine Wand presst und ihr ins Ohr haucht, dass er sich von ihr fernhalten sollte.)
Die sommerliche Atmosphäre kommt einfach nicht rüber, und ich fand, und die Sehnsucht der Protagonistin endlich das Meer zu sehen, dass sie aus Erzählungen ihrer Mutter kennt, wird erwähnt, aber man spürt sie nicht und dafür dass sie in einem Haus direkt am Strand wohnt wird es erschreckend selten erwähnt, dafür dass es ihr großer Traum war, es endlich selbst zu sehen. Aber das ist nur eine Kleinigkeit, das Buch hat sehr viel größere Probleme.
Die vermeintlich heißen Szenen... alles wirkte unglaublich gestellt und übertrieben, die arme Heldin hatte mit ihren 19 Jahren leider noch nie einen Orgasmus, aber nachdem sie Rush in die Hände gefallen ist, erlebt sie mal eben auf dem Rücksitz ihren Ersten. Aber sie ist ohnehin ein Naturtalent, denn gleich bei ihrem „zweiten Mal“ mutiert sie zur Sexgöttin und beschert dem so erfahrenen Rush den Sex seines Lebens.

Ich mag ja Drama in Büchern, aber hier schien es mir so, als ob 70 % des Dramas sich lediglich im Kopf der Heldin abspielte.

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Das Buch ist so ziemlich das Oberflächlichste, was ich je gelesen habe. Ihre körperlichen Vorzüge werden auf (gefühlt) jeder 2. Seite gelobt.Wahlweise von Freunden, den Horden der sie anschmachtenden Kerle oder ihrer Personalchefin. Sie wiederum verfällt ebenso allein seinem Äußeren (und im weiteren Verlauf seinen Qualitäten als Liebhaber/Sexgott.) (Wenn man sich aber die hölzernen Dialoge ansieht, ist es vielleicht von Vorteil, dass die Annäherungsphase der beiden Helden eher nonverbal abläuft. ) Von seinem Innenleben bekommt der Leser gar nichts mit, während ihre Gedankenwelt schon auf Seite 3 nur Kopfschütteln hervor ruft. Ihre Art, bloß nicht zur Last fallen zu wollen und sich komplett von Toast und Erdnussbutter zu ernähren ist schon eher auf einem recht kindischen Niveau anzuordnen. Überhaupt ist ihre Gedankenwelt einer 19-jährigen einfach unwürdig.
Einige belanglose Szenen sind episch in die Breite gezogen, was in einem insgesamt eher kurzen Buch recht unbeholfen wirkt. Ganze Szenen und auch die Wortwahl sind oft erschreckend redundant. Ich hatte während des Lesens mehrfach die Sorge, mein Kindle hätte mich um 30 Seiten zurück geworfen, weil alles so bekannt wirkte.
Die Nebencharaktere waren schon eine Katastrophe, aber darüber kann man hinweg sehen, wenn die Protagonisten Tiefe und Charme haben. Haben sie aber nicht, dafür hat Rush einen umwerfenden Hintern, das muss reichen.
Erschreckend fand ich auch die Tatsache, dass die Protagonistin mehrfach (einmal im weiteren Sinne zu ihrer Verteidigung, einmal definitiv NICHT) andere mit einer Waffe bedroht und dies als völlig normal dargestellt wird (Amerika halt..., Alkohol trinken darf sie nicht).
Außerdem fand ich es einfach albern, wie sehr auf die Tränendrüse gedrückt wurde mit ihrer kranken Mutter, dem unverschuldeten Verlust des Hauses und dem ach so miesen Vater, dem Ex-Freund. Sie war mir einfach zu sehr „Opfer“.
Das beste, was man über das Buch sagen kann ist leider, dass man es schnell „weglesen“ kann und dass es einen gewissen (unfreiwilligen) Humor aufweist.