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nadines

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Die Auslese - Nur die Besten überleben
Joelle Charbonneau
Renegade - Tiefenrausch (Renegade, #1) - J.A. Souders, Charlotte Lungstrass Evie lebt in einer Enklave unter Wasser. Sie wurde von der Herrscherin dieser Welt auserwählt, ihre Nachfolgerin zu werden und wird dementsprechend erzogen. Sie verbringt ihre Tage damit, ihren Garten zu bewirtschaften, die Unterwasserwelt zu bestaunen, die sich vor den riesigen Fenstern ihres Gartens und des Palastes abspielt und sich um Bittgesuche des Volkes zu kümmern. Ihr Leben scheint perfekt, doch schon bald wird überdeutlich, dass das Leben in der unter Wasser geschaffenen Welt seine Schattenseiten hat. Die Bewohner werden gezielt mit genetisch idealen Partnern verbunden und jeder körperliche Kontakt vor der offiziellen Verbindung ist streng verboten. So muss sie mit ansehen, wie ihr Verlobter vor ihren Augen erschossen wird, weil er ihre Hand zu lange festgehalten hat, nachdem er eine kleine Wunde versorgt hatte.
Eines Tages trifft sie auf Gavin, einen der Oberflächenbewohner, von denen sie nur schreckliche Dinge gehört hat, er ist durch Zufall in ihre Welt geraten und versucht nun, einen Ausweg zu finden. Durch ihn erkennt sie langsam die Tragweite der Manipulationen, Lügen und Brutalität, denen sie ihr Leben lang ausgesetzt worden war, die aber durch Sitzungen bei ihrem Arzt regelmäßig aus ihrem Gedächtnis gelöscht worden waren, bei der Gelegenheit wurden ihr auch Gedanken „eingeimpft“, die sie zu einer gehorsamen Marionette machen..
Das Buch hat mir gut gefallen. Die Atmosphäre des Unterwasserenklave wird sehr schön beschrieben, was mir fehlte, war ein Gefühl für das tatsächliche Leben der Bewohner zu bekommen. Als Leser bekommt man hier und da einen kleinen Einblick, aber insgesamt bleibt es doch recht oberflächlich.
Die sich wiederholenden Evie eingeimpften Sätze wirken oft extrem plump zumal sie ständig wiederholt werden.
Evie als Charakter hat mir leider nicht gut gefallen, ihr innerer Kampf zwischen Indoktrinierung und freiem Willen wirkt aufgesetzt und ich habe nie wirklich mitgefiebert. Gavin war schon interessanter, aber leider bekommt man seine Gedankenwelt nur von Außen mit.
Die Geschichte ist düster und an einigen Stellen schockierend, was einen wirkungsvollen Kontrast zur anfangs naiven (da bereinigten) Gedankenwelt von Evie darstellt. Die Spannung steigert sich zunehmend bis zum Ende des Buches. Bei der Liebesgeschichte fehlte es mir an Funken und Gefühl.
Evies Vater schien mir ein extrem spannender Charakter zu sein, leider wird er nur wenige Male erwähnt und man vergisst über lange Zeit, dass er überhaupt existiert.
Das Buch lies sich schnell lesen und war spannend erzählt, ich denke aber, man hätte mehr aus der an sich hochspannenden Idee machen können.