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nadines

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Die Auslese - Nur die Besten überleben
Joelle Charbonneau
UnWholly - Neal Shusterman Wie im ersten Teil verfolgt die Erzählung die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Connor sieht sich mit der Aufgabe konfrontiert, die entkommenen Unwinds, die sich auf dem Flugzeug-Friedhof verstecken, zu führen und die größeren und kleineren Probleme, die für die Gemeinschaft entstehen, zu meistern. Erschwert wird seine Arbeit von Starkey, der eine Rebellion des Teils der Unwinds plant, die wie er selbst Storks sind, also nach der Geburt ausgesetzt worden waren.
Zur gleichen Zeit wird Cam in einem Projekt vollständig aus Körperteilen von Unwinds erschaffen, um ihn der Öffentlichkeit als Mensch mit Gefühlen und nicht als Frankensteins Monster zu verkaufen, soll ihm eine Freundin an die Seite gestellt werden.
Lev erholt sich derweil von den psychischen Folgen seines versuchten Clapper-Attentats und findet sich als verehrte Inspirationsquelle für junge AWOLs, den entflohenen Unwinds, wieder.

Die Geschichte wirkt oft bemüht und „unflüssig“, ganz anders als der erste Teil, den ich kaum zur Seite legen konnte. Die einzelnen Geschichten wirken zum Teil überhastet und als hätte man sehr viel mehr aus ihnen machen können.
Der Teil der Geschichte, der Starkey begleitet wirkt besonders lieblos dahin geschrieben. Pläne und Handlungen werden zusammen gefasst und seine Intentionen und Gedankengänge werden dem Leser vorgesetzt, als hätte er sie aus etwas ausführlicheren, weniger lieblos zusammen gezimmerten Erzählungen nicht selbst ableiten können.
Während alle Handlungen chronologisch erzählt werden, wird ein wichtiger Teil der Geschichte von Risa erst später aufgedeckt. Dass derjenige, der den Moment als Videoaufnahme sieht, es erst dann erfährt, ergibt Sinn, dass der Leser aber aber „überrascht“ wird, weniger. Es ist völlig klar, dass es sich so oder so ähnlich abgespielt haben musste und anzunehmen, der Leser würde sich nur „wundern“, was die Veränderung in Risas Verhalten und ihrer Einstellung hervor gerufen hat, ist naiv. Als Leser komme ich mir da vor, als würde man mich für leicht debil halten.
Das Ende ist dann leider mal wieder völlig offen.

Nachdem ich von Unwind regelrecht begeistert war und es kaum abwarten konnte, bis UnWholly erscheint, war ich doch sehr enttäuscht und musste mich stellenweise durch das Buch quälen.