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nadines

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Die Auslese - Nur die Besten überleben
Joelle Charbonneau
Gib Gummi, Baby! - Janet Evanovich, Ulrike Laszlo Mein erstes Buch von Janet Evanovich und sicher auch mein letztes.

Zum Inhalt:
Überarbeitete, herzensgute Frau trifft charmanten, reichen Mann. Knistern, Sex, Liebe, ein auf Rache sinnender Verbrecher, Happy End.

Die Charaktere waren sehr eindimensional und langweilig. Der männliche Protagonist kauft mal eben einen Hund, weil er seiner Angebeteten gegenüber behauptet hat, er hätte einen Hund. Sofort stellt sich heraus, dass der Hund nicht ins Auto (Angeberkarre, die offenbar Frauen so toll finden, dass sie permanent ihre Unterwäsche als Annäherungsversuch daran befestigen.) passt, also kauft er ein neues Auto und natürlich ein passendes Haus zum Hund. Alles innerhalb weniger Stunden.

Ein Verbrecher läuft der Protagonistin vors Auto, woraufhin er von der Polizei, der er beinahe entkommen war, gefasst wird. Als er auf Kaution frei kommt, schwört er Rache und begeht mehrere Anschläge auf das Leben der Heldin.
Die Autorin wollte scheinbar Action und Drama in die ansonsten flache Liebesgeschichte einbinden. Leider wirkt dieser Teil der Geschichte völlig an den Haaren herbeigezogen.

Die Protagonistin stellt eine Personenschützerin ein, die wohl eine Comedy-hafte Figur sein soll: Eine Seniorin, die nach einem Hüftbruch in der Reha zur Bekämpfung der Langeweile eine Online-Bodyguard Prüfung abgelegt hat und heftig mit der illegalen aber geladenen Waffe herumfuchtelt. Schlechter Klamauk.

Der Menschenessen verschlingende Hund, der immer im richtigen Moment zustimmend bellt, wirkt wie eine Disneyhafte Version eines Hundes. Albern.

Alles wirkt zu glatt, sowohl die Liebesgeschichte, als auch die kleinen Momente, in denen die Autorin alles so arrangiert, dass eine bestimmte Situation entsteht.

Die Perspektive wechselt permanent zwischen den beiden Protagonisten hin und her. Nicht Kapitel- oder Absatzweise, sondern oft viel kleinschrittiger. Wenn ich einen Moment aus der Perspektive einer Person erlebe, möchte ich „bei ihr bleiben“ und das Innenleben der anderen nur durch Hinweise erahnen. Die wechselnde Perspektive wirkte auf mich unkoordiniert und ungeschickt.

Die Gefühle werden beschrieben, nicht gezeigt. Man fühlt nicht mit, wie sich die Protagonisten verlieben, die Autorin stellt es einfach fest.

Alles in allem wirkt das Buch wie ein schlechter erster Versuch „mal ein Buch zu schreiben“.