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nadines

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Die Auslese - Nur die Besten überleben
Joelle Charbonneau
A Red Herring Without Mustard - Alan Bradley Der dritte Teil!
Inhalt
Die 11-jährige Flavia de Luce ist passionierte Chemikerin und begeisterte Hobbydetektivin. Geschlagen mit zwei unausstehlichen Schwestern und einem eigenbrötlerischen Vater, der nicht über den Tod der Frau, Flavias Mutter, hinwegkommt, lebt sie in den 1950er Jahren in einem alten englischen Herrenhaus.

Ihre kriminalistischen Instinkte laufen auf Hochtouren, nachdem sie zunächst eine Zigeunerin schwer verletzt in ihrem Wohnwagen auffindet und dann auch noch auf dem de Luceschen Anwesen auf eine Leiche stößt, der ein Löffel des Familiensilbers in der Nase steckt.
Ganz in ihrem Element, beginnt sie sogleich zu ermitteln, doch zu ihrem Entsetzen zieht sie der Inspektor, den sie doch schon in zwei Fällen von ihren besonderen Fähigkeiten überzeugen konnte, nicht zu Rate und beabeitet den Fall mit ihr gemeinsam, sondern schickt sie wahlweise auf ihr Zimmer oder nach Hause.

Flavia muss also ihren ganzen Erfindungsreichtum aufbringen, um nicht nur dem Mörder auf die Spur zu kommen, sondern auch dem Inspektor immer eine Nasenlänge vorraus zu sein um ihm aus dem Weg zu gehen.

Sprache
Nachdem ich die ersten beiden Bände auf deutsch gelesen hatte und nun den dritten auf englisch, muss ich sagen, dass die Übersetzer wirklich gute Arbeit geleistet haben, den altmodischen Charme und Wortwitz ins Deutsche zu übertragen.

Im Original liest es sich natürlich noch ein bisschen besser. Gerade die etwas altmodische Sprache macht einen großen Teil des Charmes von Flavia und ihren Abenteuern aus. Das Buch liest sich locker und leicht.

Meine Wertung
Flavias besondere Art, ihre Gedanken über ihre Mitmenschen, besonders, wenn sie diese nicht mag sind einfach wunderbar und machen das Buch allein schon lesenswert. Gleichzeitig spürt man immer wieder ihre Einsamkeit, was dem Buch inmitten der humorvollen Momente etwas sehr melancholisches gibt.
Die eigentliche Kriminalgeschichte braucht allerdings eine Weile um in Gang zu kommen und wird immer wieder durch Szenen innerhalb der Familie, die nicht zur Auflösung des Falls unterbrochen, die zwar unterhaltsam sind, aber immer wieder die Krimihandlung unterbrechen. Der spezielle Flavia-Charme hatte ja in den ersten beiden Bänden schon einen etwas höheren Stellenwert als "der Fall", was mir ganz gut gefallen hat, dieses Mal finde ich das Verhältnis jedoch unglücklich.

Fazit
Wer die ersten beiden Bände geliebt hat, so wie ich, dem wird auch die Fortsetzung gefallen. Und wer mehr über die schlaue kleine Detektivin lesen will, mit ein wenig Krimi als Nebenhandlung ist hier genau richtig.